Interview mit Florian Suter, Schweizermeister Halbmarathon

Interview mit Florian Suter, Schweizermeister Halbmarathon

MU23 Schweizermeister im Halbmarathon, Florian Suter aus Falera, startet am Il Cuors da Flem. Somit kriegt das Läuferfeld prominenten Nachwuchs und starke Konkurrenz für jeden, der sich auf der Strecke gegen Topläufer messen will! Florian meint zur Erstausführung des Il Cuors da Flem:

OK: Du hast die Strecke des Cuors da Flem studiert. Was sind für Dich als Local die Highlights?

Florian: Es gibt für mich nicht das alleinige Highlight im Flimser Wald. Was den Flimser Wald meiner Meinung nach gerade ausmacht, ist das Zusammenwirken aller Naturschauspiele, die man in ihm bestaunen kann. Bemerkenswert ist dabei, dass es dem Veranstalter des Cuors da Flem bei der Streckengestaltung gelungen ist, diese Sehenswürdigkeiten auf eine intelligente Art und Weise miteinander zu verbinden. Derjenige, der sich diese Strecke ausgedacht hat, kennt den Flimser Wald erstens sehr gut und versteht es, dem Läufer eine attraktive Strecke zu bieten. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt, mich auf diesem Parcours mit meinen Mitstreitern zu messen.

OK: Du läufst zum ersten Mal vor heimischen Publikum an einem Lauf mit Start und Ziel in der bekannten Bergregion Flims/Laax/Falera. Was erhoffst Du Dir von der Erstausführung?

Florian: Ich kenne es von meinem bisherigen Heimwettkampf, dem Berglauf Tavanasa-Brigels, der dieses Jahr bedauerlicherweise nicht ausgetragen wird… Ich treffe ehemalige Arbeitskollegen, bekannte Gesichter des OKs oder meine alten Freunde des hiesigen Lauftreffs, die Arena Alva Curriders, bei denen meine „Laufkarriere“ einst begonnen hat. Es ist ein alljährliches und immer wieder herzhaftes Wiedersehen, das ich nicht missen will. Und ich denke, das muss ich auch nicht.

OK: Hast Du als Spitzenläufer Tipps für die ambitionierten Hobbyläufer welche sich für den Lauf vorbereiten? Wie soll man gemäss der Strecke seine Kräfte einteilen?

Florian: Der grösste Fehler, den laut meiner Einschätzung etwa 90 Prozent der Teilnehmer einer Laufveranstaltung immer wieder aufs Neue begehen, ist der viel zu schnelle Start ins Rennen. Auch ich muss mich vor jedem Wettkampf tunlichst davor hüten, mich nicht von dieser Versuchung hinreissen zu lassen. Am Cuors da Flem wird dies wohl umso mehr ein Problem sein, als dass die Strecke die Teilnehmer zuerst nach unten führt. Während ein Berg wohl auch die Kühnsten schnell einmal zurückschreckt, vergessen viele Athleten bei einer Abwärtspassage oft, dass gerade das Auffangen des eigenen Gewichtes enorme Kräfte erfordert.

Ein Halbmarathon ist keine halbe Sache. Der Cuors da Flem schon gar nicht, weil insgesamt 500 Höhenmeter auf teils schmalen Pfaden auf den Teilnehmenden warten. Ich empfehle jedem, der sich dieser Herausforderung annehmen will, sich unbedingt gewissenhaft vorzubereiten und vor allem darauf zu achten, dass man für den zweiten Teil der Strecke über genügend Energiereserven verfügt. Denn der hat es in sich…

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